Von traurigen Tigern und maskierten Mäusen

Autorin und Illustratorin NADIA BUDDE

Wenn man sich mit Bilderbüchern befasst, dann kommt man um die Berliner Illustratorin und Autorin Nadia Budde nicht drum rum. Mit ihrem unverkennbaren Zeichnungsstil und ihrer Sprachspielerei bleiben ihre Werke nämlich im Gedächtnis.

Bei meinen Kindern (2 und 5) sind ihre Bücher heiss begehrt. Schon das kleinere Kind liebt Buddes Klassiker «Eins Zwei Drei Tier»* über alles und will es immer und immer wieder anschauen und vorgelesen bekommen. Die Reime, auch wenn sie nicht noch nicht alle genau verstanden werden, faszinieren und bringen das Kind zum Lachen. Darüber hinaus wird es angeregt, verschiedene Figuren und Dinge auf den Bildern zu suchen. Das grössere Kind ist begeistert von der Erzählweise und dem Spiel mit Variationen: Es kommt immer was dazu oder etwas verändert sich leicht. Die schrägen Figuren und der Wortwitz lösen zudem ein Schmunzeln aus.

So kam die Jury des «Deutschen Jugendbuchpreis» von 2010 zum Schluss, dass Budde eine Begabung habe, die speziellen «Wahrnehmungen, Denkmuster und Schlussfolgerungen» von Kindern aufzuzeichnen. Dem stimme ich absolut zu. Das Grandiose an ihren Büchern ist darüber hinaus, dass sie auch für Erwachsene so gut funktionieren.

Ihre Figuren sind Menschen und Tiere oder etwas dazwischen, und immer kommen zutiefst menschliche Züge und Charakteren zum Vorschein. Selbst wenn die Hauptfiguren Tiere oder Geister sind, so lassen sich stets typisch menschliche Eigenarten wiederfinden. Ausserdem hat sie ein grossartiges Faible für Wortspiele. Reime, Alliterationen und Lautmalereien durchziehen ihr Werk und inspirieren ihre Arbeit.

Nadia Buddes Oeuvre erweitert sich stetig: Da gibt es zunächst natürlich ihre Buchillustrationen oder ihre Tier-Comic-Reihe in der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit», aber auch Postkarten, ein Memospiel, die Gestaltung einer Zahnbürsten-Verpackung und das Buch «Eins Zwei Drei Tier» als Spiele-App. Nicht zuletzt übt sie immer wieder auch eine Lehrtätigkeit aus und gibt regelmässig Workshops für Kinder und Nachwuchsillustrator:innen.

Letztes Jahr ist von Budde «Die Krake beim Schneider» (ein Memospiel) erschienen.

*gibt es auch in einer Gruselvariation «Eins Zwei Drei Vampir» und passend zur Weihnachtszeit «Eins Zwei Drei Rentier».

Meerjungfrau sein!

Julian ist mit seiner Grossmutter unterwegs und begegnet auf dem Heimweg in der U-Bahn drei schillernden Meerjungfrauen. Sofort ist er fasziniert von diesen magischen Gestalten mit ihren türkisblauen Fischschwänzen und ihren kunstvollen Frisuren und träumt sich in eine farbenprächtige Unterwasserwelt, wo er sich selbst in eine Meerjungfrau verwandelt. Zuhause bei der Grossmutter angekommen ist Julian kurz alleine. Diesen Moment nutzt er, um sich mit Pflanzenblättern, Blumen und einem Vorhang als Nixe zu verkleiden. Die Grossmutter kehrt zurück, sieht ihren kostümierten Enkel und mit einem vielsagenden „Oh!“ verlässt sie wieder den Raum. Für einen Moment ist ungewiss, wie ihre Reaktion zu deuten ist. Kurze Zeit später kehrt sie zurück. Sie hat nun eine Perlenkette in der Hand, überreicht diese ihrem Enkel und nimmt ihn – als Meerjungfrau verkleidet – zu einer Meerjungfrauenparade mit an den Strand.

Zunächst bietet dieses Bilderbuch berauschend schöne Bilder, die in leuchtenden Gouache-Farben auf einen braunen Hintergrund gemalt sind und Jessica Love, die Autorin, erzählt in nur wenigen Worten eine zauberhaft unbeschwerte Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. Love lebt in New York, wo jährlich die Mermaid-Parade stattfindet. Es ist ein Kunst-Umzug, der immer zu Beginn des Sommers als Willkommensfest der neuen Jahreszeit veranstaltet wird und der Autorin offensichtlich Inspiration für ihr Buch geliefert hat.

Auf einer weiteren Ebene greift dieses Bilderbuch Themen wie Fantasie, Diversität und Bestärkung der Selbstakzeptanz auf – in einer Leichtigkeit die seinesgleichen sucht. Das ist einerseits aktuell, weil es für Mädchen heutzutage durchaus akzeptabel ist, sich beispielsweise „männlich“ zu kleiden, mutig, stark und offensiv zu sein, im Gegenzug aber die Jungen in ihrem Verhalten und der Gestaltung ihres Äusseren immer noch mit grösseren Einschränkungen zu kämpfen haben. Die Schlüsselszene im Buch, in der die Grossmutter ihrem Enkel die Kette überreicht, ist deshalb in ihrer Aussagekraft (Es ist gut, so wie du bist!) unglaublich stark.

Andererseits ist es aber auch ein Buch, in welchem Geschlechterklischees eigentlich gar keine Rolle spielen, denn die Träume und Fantasien, egal welcher Art („männlich“, „weiblich“ oder was auch immer), stehen im Mittelpunkt und dürfen gelebt werden. Das ist das eigentlich Umwerfende an „Julian ist eine Meerjungfrau“ und genau deshalb sind Geschichten wie diese für alle Kinder so ungemein wichtig!

PS: In diesem Zusammenhang möchte ich auf das KIMI-Siegel aufmerksam machen. Das ist ein Siegel für Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern im deutschsprachigen Raum. Diese Auszeichnung wird jährlich im Rahmen von KIMBUK, einem Festival für vielfältige Kinder- und Jugendbücher in Berlin, verliehen. Ein Blick auf diese Webseiten lohnt sich!

Jessica Love: Julian ist eine Meerjungfrau. 2020 bei Knesebeck erschienen.

(Original „Julian is a Mermaid“ Walker 2018)

Antje Damm – eine Meisterin im Bilderbuchbereich

© Die Wette von Antje Damm, Moritz Verlag 2021

Wer sich im Bilderbuchbereich tummelt, kommt an Antje Damm nicht vorbei! Die Autorin und Illustratorin hat zahlreiche Kinder-Bilderbücher zu verschiedensten Themen gestaltet und wurde mehrfach ausgezeichnet. Auf heitere Weise greift sie auch ernste Themen auf. Ihre Bücher regen Gespräche an, laden zum Schmunzeln ein, beziehen die grossen und kleinen Betrachtenden mit ein und trauen ihnen etwas zu! Zum Beispiel wird im Buch „Füchslein in der Kiste“ der Tod thematisiert oder in „Plötzlich war Lysander da“ tritt eine fremde Gestalt in die gewohnte Umgebung der Hauptfiguren.

Aber nicht nur die Themen in den Büchern von Antje Damm sind vielfältig. Ihre Illustrationen sind es ebenfalls und zeichnen sie als wahre Meisterin aus. Dies zeigt sich schon, wenn man einen Blick in den Bibliotheks-Katalog wirft und die verschiedenen Arten und Techniken der Buch-Titelbilder sieht.

Meine Favoriten sind die Bücher, die Antje Damm mit den unverwechselbaren Karton-Kulissen gestaltet. Liebevoll werden Figuren und Gegenstände detailreich gemalt und ausgeschnitten, dann zu einer Sequenz passend zum Text zusammen gefügt. Mit entsprechendem Licht wird die Szene fotografiert und es entstehen einmalige Stimmungen und Bild-Tiefe. Mit dieser Technik entstanden die Bücher „Der Besuch“ (2015), „Warten auf Goliath“ (2016), „Plötzlich war Lysander da“ (2017), „Füchslein in der Kiste“ (2020), „Die Wette„(2021) und „Teddy ist weg“ (2021), alle im Moritz Verlag erschienen.

Eine weitere „Spezialität“ von Antje Damm sind Streichholz-Schachteln, denen sie auf ähnliche Art und Weise mit winzigen Figürchen und Szenen ein Kurz-Geschichten-Innenleben verleiht – einfach wunderbar – diese wortwörtliche Klein-Kunst!

Bibliothek in der Schachtel © Antje Damm

Noch mehr Streichholz-Schachtel-Kunst und weitere wunderbare Illustrationen postet Antje Damm regelmässig auf Instagram – ein Blick lohnt sich!

Ich freue mich auf weitere Werke der Meisterin im Bilderbuchbereich, sei es in Buch- oder Streichholzschachtel-Form!

Der Zauber des Waldes

Das Schönste

Ich flüchte

in dein Zauberzelt

Liebe

im atmenden Wald

wo Grasspitzen

sich verneigen

weil

es nichts Schöneres gibt.

Immer wieder zieht es uns in den Wald – wunderbar beschrieben in diesem Gedicht von Rose Ausländer, welches die Liebe zu einem anderen Menschen, aber auch die Verbundenheit zum Wald beschreiben kann. Ganz besonders im Herbst, wenn die Bäume zu leuchten beginnen, weil sich die Blätter verfärben, bis sie schlussendlich fortwährend zu Boden fallen, nehmen wir den Wald intensiv wahr. Dann werden bunte Schätze gesammelt und raschelnde Blättermeere durchquert. Aber auch die restlichen Jahreszeiten spiegeln sich – zumindest in unseren Breitengraden – deutlich in den Wäldern. Sie sind für uns von zentraler Bedeutung, sei es als Lebensraum, Erholungsgebiet, ökologisch, ökonomisch, kulturell… die Liste ist lang.

Dass der Wald so vielseitig ist, zeigt Linda Wolfsgruber in „Die kleine Waldfibel“, einem wunderschön gestalteten kleinen Handbuch (2020 im Kunstanstifter Verlag erschienen), in dem auch das obenstehende Gedicht zu finden ist.

Tatsächlich ist es eines der schönsten Bücher, das ich seit langem in den Händen gehalten habe und deshalb eine absolute Empfehlung! Bereits in der Umschlaggestaltung wird der Wald haptisch erfahrbar, denn dieser fühlt sich an, als wäre er aus Holz gefertigt. Ohne Inhaltsverzeichnis navigiert das Buch dann durch die vier Jahreszeiten, wobei der Wald in all seinen Facetten präsentiert wird: Wir erfahren botanische Details wie z.B. die Verschiedenheit der Baumwurzeln, lesen Wald-Gedichte, lassen uns von Rezepten für Waldfrüchtetee, Brennnesselaufstrich oder der Anleitung für ein Insektenhotel inspirieren und schwelgen in den hinreissenden Illustrationen. Mein persönliches Highlight sind die Zeichnungen der Bäume wie Linde oder Rotbuche, welche sich durch das Wenden einer Seite aus milchweissem Transparentpapier von blätterreichen in blätterlose Darstellungen verwandeln.

Bei uns steht das Buch zwar bei den Sachbüchern für Kinder, aber es ist definitiv eines, welches Klein und Gross faszinieren kann.

In Österreich gewann es den „Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2021“ und es ist ausserdem nominiert für das „Beste Wissenschaftsbuch des Jahres 2021“.

Vorlesespass für Klein und Gross

Klara Klein – Am liebsten wär’ ich ein Riese

Klara Klein ist fünf Jahre alt und somit schon gross. Mit Kindermut und Lebenslust macht sie sich auf, die Welt zu erkunden. Nur von ihrer Familie bekommt sie immerfort zu hören «Ach Klara, dafür bist du noch zu klein». Ja stimmt schon, wenn selbst der Familienhund Bruno grösser ist als Klara. Nur Kater Karl ist kleiner als sie, aber welches Mädchen ist schon kleiner als eine Katze? Ein klarer Fall: Klara muss schnellstens grösser werden. Und sie tut allerhand Mutiges um zu wachsen. Aber auch wenn sie sich mit baumelnden Füssen an den Walnussbaum im Garten hängt, bis sie ganz langgestreckt ist, sie wird trotzdem nicht grösser. Pfiffig und einfallsreich wie sie ist, lässt sie sich davon nicht aufhalten und schliesslich gibt es viele verschiedene Arten zu wachsen. Die humorvolle Geschichte um die liebenswerte und aufgeweckte Klara entwickelt sich zu einem absoluten Vorlesevergnügen für Gross und Klein.

Patrick Maria Bienstein
Bohn Maja (Illustrationen)

Magellan, 2021, 978-3-7348-2865-2

Chaos der Gefühle

Drei beleidigte Chamäleons sitzen auf einem Baum und verschränken demonstrativ die Arme, ein Hamster, dem die Einsamkeit wortwörtlich ins Gesicht geschrieben steht, ein Igel, dessen ganzer Körper Verlegenheit ausdrückt oder eine genervte Eule in Grossaufnahme. Das alles findet man im Buch Da sein. Was fühlst du?, einem neuen Werk der fabelhaften Schweizer Kinderbuchillustratorin Kathrin Schärer. Schärer setzt darin die unterschiedlichsten Emotionen anhand von liebevoll gezeichneten Tierfiguren besonders eindrücklich in Szene.

Diese verflixten Gefühle gehören schon früh zu einem wichtigen Bestandteil der Lebenswelt eines Kindes, und oft gleicht das Erleben einer regelrechten Achterbahnfahrt. In Windeseile wechselt es von vergnügt zu zornig, von traurig zu fröhlich usw. Zunächst können diese Emotionen noch überhaupt nicht eingeordnet geschweige denn benannt werden – der Umgang damit will geübt sein!

Schärers Buch ist für Kinder ab drei Jahren konzipiert. Durch die Betrachtung dieser ganz unterschiedlichen Szenerien und im dazugehörigen Austausch darüber, werden erste Gefühlszustände wiedererkannt und unterschieden und mit den passenden Worten verbunden.

Die Auswahl von drei weiteren Medien – alle sind im Bestand der Stadtbibliothek Luzern – eignet sich ebenfalls bestens für die Auseinandersetzung mit Gefühlen, um sich selbst und andere besser zu verstehen.

Für die ganz Kleinen: Fratzekatze Die Katze macht eine Fratze! Einmal ist sie wütend, dann wieder vergnügt, erschrocken, traurig oder müde… Dieses Buch von Martina Badstuber eignet sich hervorragend für die Kleinsten ab ca. zwei Jahren.

Der Klassiker: Heute bin ich In wunderbar ausdrucksstarken Bildern, bei denen Farben gezielt zum Einsatz kommen, nimmt einen die bekannte Illustratorin Mies van Hout mit auf eine wahre Gefühlsreise. Das Buch wurde 2013 nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ist empfehlenswert für Kinder ab ca. drei Jahren.

Zum Hören: Kater Mats und sini komische Gfüehl am Geburtstag Kater Mats hat bald Geburtstag und zu einer Party eingeladen. Als er erfährt, dass auch der Hund Waffel zu Besuch kommt, verliert er allen Mut. In der Zeit bis zum Fest durchlebt er die unterschiedlichsten Gefühle wie Vorfreude, Ungeduld, Angst und Mut. Eingängige Lieder ergänzen die Geschichte musikalisch. Das Hörbuch ist ideal für Kinder ab dem Vorschulalter.

DIE BIBLIOTHEK IM KOFFER

Themenkoffer soweit das Auge reicht! Ausgewählte Medien für Kinder – in Koffern gesammelt.

Stehen Sie auch manchmal etwas ratlos vor den Regalen unserer Bibliothek und haben Mühe in der Masse die richtigen Bücher zu finden?

Suchen Sie Medien zu einem bestimmten Thema oder sind unsicher, welche sich für ihr Kind eignen? Dann können Ihnen die ab sofort erhältlichen Themenkoffer Abhilfe verschaffen.

Neu führen wir in der Stadtbibliothek Luzern zehn handliche Koffer, die randvoll mit Medien zu fünf verschiedenen Themenbereichen und für je zwei Altersgruppen (0-3 Jahre und 4-6 Jahre) bestückt sind:

  • ICH UND MEINE WELT
  • ERLEBNIS NATUR
  • FANTASIE
  • WUNDERTÜTE
  • BILDERBUCH-KLASSIKER

Darin versammeln sich Sach- und Vorlesebücher, DVD’s, Bilderbücher sowie Hörbücher. Die Koffer sind für alle ausleihbar, Verlängerungen und Reservationen sind möglich.

Noch mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Online-Katalog

Viel Vergnügen beim Ausleihen und Entdecken zuhause!

Schweizer Vorlesetag

Am 26. Mai findet zum vierten Mal der Schweizer Vorlesetag statt, der vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) initiiert wurde. Die Bedeutung der Vorlesen ist gross, wie das SIKJM auch auf seiner Website schreibt:

«Vorlesen ist ein wunderbares, gemeinschaftliches Erlebnis, das Kindern erste Begegnungen mit der Welt der Literatur ermöglicht. Regelmässiges Vorlesen unterstützt Kinder aber auch in ihrer Entwicklung. Kinder, denen täglich vorgelesen wird, verfügen über einen grösseren Wortschatz und lernen leichter lesen und schreiben als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung. Sie entwickeln einen positiven Bezug zum Lesen und greifen später mit mehr Freude zu Büchern, Zeitungen oder E-Books und haben somit auch bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg.»

Auch die Stadtbibliothek Luzern und die Bibliothek Ruopigen beteiligen sich dieses Jahr wieder mit einer speziellen Aktion: die sechs Zentralschweizer Autor*innen Vera Eggermann, Anna Chudozilov, Christine Weber, Carlo Meier, Erika Frey Timillero und Niko Stoifberg haben für unterschiedliche Altersgruppen und exklusiv für den Luzerner Vorlesetag Kurzgeschichten geschrieben, die Sie sich noch bis zum 24. Mai nach Hause bestellen können und die am Vorlesetag auch in der Stadt Luzern verteilt werden. Alle Informationen auf www.bvl.ch/vorlesetag

Was auf die Ohren!

«Luftpiraten» von Markus Orths
Ungekürzte Lesung mit Axel Prahl, ca. 5h 47min

Axel Prahl liest Markus Orths’ Luftpiraten. 

Nein!

Axel Prahl tobt, zetert, wettert, schreit, brüllt, zürnt und lärmt Markus Orths’ Luftpiraten. 

Unbeschreiblich inbrünstig, ergreifend, vergnüglich und mit einer beeindruckenden Stimmenpalette.

In Windeseile zieht er einen hinein in diese abenteuerlichen Sphären weit oberhalb der Wolken, diesen Angst-Kühen, bis in die Welt der Luftlöcher bewohnenden, grauhäutigen und stets übelst gelaunten Luftpiraten.

Denen kommt völlig unvorhergesehen ein weisses Luftpiratenkind unter, das mit seiner stoischen Gutlaunigkeit das Universum dieser einzelgängerischen und streitsüchtigen Griesgrame gehörig durcheinanderwirbelt. 

Eine fantastisch ersonnene Geschichte, wunderbar vorgetragen.
Allerallerbeste Unterhaltung von Anfang bis zum Schluss. 
Repeat. Unbedingt.

Und also eine dringende Hör- und auch Leseempfehlung für Klein und Gross.
Lassen Sie sich mal wieder etwas so richtig um die Ohren hauen!